Samstag,
6. Mai 2017,
21 Uhr |
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Schon
früh in seiner Kindheit kam der in Bagdad geborene
Filmemacher Samir in die Schweiz. Von dort aus
geht er den Geschichten seiner Onkel, Tanten,
Cousins und Cousinen nach, die es über die ganze
Welt verschlagen hat. Seine Besuche in L.A.,
Buffalo, Moskau, London und vielen anderen Plätzen
bringt die versprengten Familienmitglieder dazu,
ihre Geschichten zu erzählen, die ihre gemeinsamen
Wurzeln zu einer Zeit finden, als der Irak noch
ein modernes, blühendes Land war, was leider in
Vergessenheit geraten ist. Die suggestive Montage
von Familienfilmen und -fotos mit immer wieder
geschickt ausgesuchten historischen Aufnahmen aus
dem Irak wirft gerade für westliche Augen ein
überraschend neues, gesamtheitliches Licht auf die
Geschichte der letzten 50-60 Jahre dieses
einstigen Ursprungs der Zivilisation.
Seit seinen ersten Festivalaufführungen hat der
Film in verschiedenen Fassungen (darunter sogar
eine in 3D) die Aufmerksamkeit der Exiliraker
erregt, die die Webseite zum Film inzwischen als
Basis zum Weitererzählen ihrer Geschichten nutzen.
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Iraqi
Odyssey
Irak/Schweiz/Deutschland/Vereinigte Arabische
Emirate 2015, Doku, 90 Min., FSK: ab 12 J.
Buch + Regie: Samir
Kamera: Lukas Strebel, Pierre Mennel, Jurij Burak,
Samir, Kirill Gerra, John Kelleran
Musik: Maciej Siedzlecki
Schnitt: Sophie Brunner, Ali Alfatlawi, Wathiq Al
Ameri, Samir
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