Samstag,
9. April 2016,
21 Uhr
An der Grenze zwischen Georgien und Abchasien kommt es im Jahre 1992 immer wieder zu kriegerischen Handlungen. Da traut sich der abchasische Bauer Abga, mitten im Grenzfluß Enguri ein paar frisch entstandene Quadratmeter Schwemmland in Beschlag zu nehmen, bevor es ein anderer tut. Zusammen mit seiner Enkelin bewirtschaftet er das Land, das so labil ist, wie die politische Situation, von der es umgeben ist. Hin und wieder tauchen Soldaten auf, doch Abga lässt sich nicht beirren...

Auch wenn sich George Ovashvilis kontemplativer Film zunächst wie eine ländliche Idylle anfühlen mag: Das Leben auf der Maisinsel ist kein langer und ruhiger Fluss, ständig muss es sich plötzlichen Veränderungen anpassen. Der visuell beeindruckende Film gewann viele Preise, darunter den Publikumspreis beim Festival des neuen osteuropäischen Kinos in Cottbus.

Die Maisinsel

Georgien, 2014, 100 Min., FSK: ab 0 J.
Regie: George Ovashvili
Drehbuch: George Ovashvili, Mugzar Shataidze, Roelof Jan Minneboo
Kamera: Elemér Ragályi
Darsteller: Ilyas Salman, Tamer Levent, Mariam Buturishvili