Samstag,
30. Jan. 2016,
21 Uhr |
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Timbuktu,
Mali. Ein islamischer Dschihadist fährt durch die
sandigen Gassen der sagenumwobenen Oasenstadt. Per
Megaphon verkündet er die neuen Benimm-Regeln:
Singen, Tanzen, Musik, öffentliche Versammlungen
und vieles mehr sind verboten; Frauen müssen in
der Öffentlichkeit Strümpfe und Handschuhe
anlegen. In der Stadt ändert sich unter dem
Einfluss der drakonischen Rechtsprechung der
Scharia schleichend das Zusammenleben aller.
In den Dünen außerhalb der Stadt wohnt der Hirte
Kidane, zunächst vom Einfluss der neuen Machthaber
noch unbehelligt. Doch da kommt es zum Konflikt
mit dem Fischer Amadou: Kidanes Sohn läßt eine Kuh
in die Netze des Fischers laufen...
Regisseur Abderrahmane Sissako nutzt die
Geschichte von Kidane und seiner Familie als losen
roten Faden, um in einer zweiten Ebene teils
satirisch-ironisch, teils bittermelancholisch von
jenen gesellschaftlichen Veränderungen zu
erzählen, die mit der Einführung der Scharia
einhergehen und jede Individualität und Pluralität
ersticken.
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Timbuktu
Scope, Frankreich/Mauretanien, 2014, 96 Min., FSK:
ab 12
Regie: Abderrahmane Sissako
Buch: Abderrahmane Sissako, Kessen Tall
Kamera: Sofiane El Fani
Schnitt: Nadia Ben Rachid
Darsteller: Pino, Toulou Kiki, Abel Jafri,
Fatoumata Diawara, Hichem Yacoubi, u.a.
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